Leinöl

Leinöl hat in der Ernaehrung eine herausragende Bedeutung als Lieferant mehrfach ungesaettigter Fettsäuren - vor allem Linol- und Alpha-Linolensäure. Diese Fettsäuren sind essentiell: der Körper kann sie nicht selber herstellen und wir müssen sie mit der Nahrung zuzuführen. In Leinöl befindet sich die höchste Konzentration (über 85%) an ungesättigten Fettsäuren.

Einsatz bei:
- Befeuchtung der Schleimhäute
- Unterstützung des hormonellen Systems
- Unterstützung diverser Stoffwechselfunktionen
Es schützt die Magenschleimhaut und lindert Magen-Darm-Beschwerden. Außerdem wirkt es leicht abführend. Im Öl enthaltenes Lecithin und Vitamin E stärken die Nerven. Außerdem senkt es den Cholesterinspiegel im Blut, beugt damit Gefäßverkalkung vor.

Leinöl ist ein "Spezialist" der das Gefäßsystem stärkt und pflegt und den roten Blutkörperchen freie Fahrt verschafft. Diese versorgen unter anderem das Gehirn mit Sauerstoff, was sich positiv auf Konzentration- und Lernfähigkeit auswirkt.

Eine günstige Wirkung bei Brustkrebs wird ihm nachgesagt. (Ruth von Braunschweig)

Es trägt zur Leistungsstabilisierung und Vitalität bei durch einen günstigen Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel.

Es fördert den Muskelaufbau mit seinem hohen Vitamin E-Gehalt und verbessert Haut.

Auch für die äußerliche Anwendung zur Pflege trockener Haut geeignet.

Leinöl mit Quark

Quark mit Leinöl kennt jeder, aber warum ist es so gesund und warum wirkt es gegen Krebs?
Quark ist ja sowieso gesund, schon wegen der vielen Aminosäuren, besonders des Cysteins, das vom Körper auch zur Synthese von Glutathion herangezogen wird. Glutathion ist an der Zellteilung beteiligt, hilft bei der Reparatur schadhafter Gene, macht Zellgifte und krebsfördernde Stoffe unschädlich, erhöht die Aktivität von Abwehrzellen und wirkt als starkes Antioxidans.

Betrachten wir das Leinöl näher, fällt der hohe Gehalt an der a-Linolensäure auf. Die a-Lionolensäure zählt zu den essentiellen Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) und übernehmen wichtige Funktionen im gesamten Stoffwechsel (Immunstoffwechsel, Lipidmembrane usw.). Zum Vergleich zu anderen Ölen zeigt die folgende Tabelle den überragenden Anteil von a-Linolensäure im Leinöl:

Gehalt an a-Linolensäure = Omega-3-Fettsäuren

Leinöl

Hanföl

Rapsöl

Olivenöl

Sonnenblumenöl

Distelöl

55 %

22 %

9 %

1 %

0,5 %

0,5 %

Quark enthält schwefelhaltige Aminosäuren, Cysteine, die sich mit der a-Linolensäure zu elektrischen Dipolen verbinden. Diese können nach Frau Dr. Budwig in die Zellen und dort in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) eindringen und entblockieren durch seine freien Pi-Elektronen die blockierte Atmungskette bzw. verbessern die Sauerstoffatmung. Vorhandene Krebszellen sollen durch diese Pi-Elektronen (freie energiegeladene Elektronen der a-Linolensäure) zugrunde gehen...

Zusammenfassung:
Leinöl (aus KbA) in Quark eingerührt (1- 2 Essl. auf 250 g Magerquark) verbessert die Sauerstoffatmung, wirkt gegen Krebs, schützt uns vor Infektionen und aggressiven Radikalen. Ein oft bestehender Omega-3-Fettsäuremangel kann mit Leinöl leicht ausgeglichen werden!

Lein-Öl 

Artikel von H.Retzek 6/96

 

Wissenschaftlicher Hintergrund

Dr. Johanna Budwig war Chemikerin und Lipid-Forscherin. Sie entwickelte die Lipid-Dünnschicht-Chromatographie und führte diese Methode zu derartiger Sensitivität, daß sie bereits aus einer Blutprobe - später sogar aus der Haut -  ein Lipid-Profil des Patienten erstellen konnte. Dabei fand sie, daß bei Krebspatienten ein im Verhältnis zu Gesunden deutlich erhöhter Anteil an „gesättigten“ Fetten (“Margarine-Fette”) vorhanden sind und die (lebens-) notwendigen ungesättigten Fettsäuren durchwegs stark verringert sind. Dr. Budwig schloß daraus, daß krebskranke Patienten unter einer Störung des Fettstoffwechsels leiden oder daß ein derartiges Mißverhältnis von “guten” ungesättigten zu “schlechten” gesättigten Fettsäuren die Krebskrankheit erst ermöglichen.

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den 50er Jahren stehen in guter Korrelation mit heutigem Wissen: in Japan - einem Land in dem vor allem ungesättigte Fette in der Nahrung vorherrschen - ist das Krebsrisiko deutlich niedriger als in den USA. Wenn jedoch Japaner nach Amerika auswandern und sich den dort herrschenden Ernährungsgewohnheiten unterwerfen, steigt die Krebsrate unter den Auswanderern deutlich an. Wieder ein deutlicher Hinweis auf die zentrale Rolle der Ernährung bei Krankheiten im allgemeinen und Krebserkrankungen im besonderen. Ungesättigte Fette haben eine eminente Bedeutung im Körper:

1.    sie dienen als Antioxidantien, da sie freie Radikale “entgiften” können  (Lipid-Peroxidation kann durch die Doppelbindung eines ungesättigten Fettsäuremoleküls zum Stehen gebracht werden, eine gesättigte Fettsäure wird selber erneut zum freien Radikal und muß sich an einem benachbarten Molekül absättigen - auf diese Weise “wandern” freie Radikale durch den Körper.

2.    sie dienen als Baustoffe von Zell-Membranen: sie halten diese Schutzhüllen der Zellen in einer optimalen Weise “flüssig” und ermöglichen damit einen reibungslosen Stofftransport in die Zelle, Abtransport aus der Zelle, sowie auch eine entsprechende Verformbarkeit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bei ihrer Wanderung durch die allerfeinsten Körpergefäße (Kapillaren). Mit einer Dunkelfeld-Untersuchungen von (Nativ-) Blut kann gezeigt werden, daß gerade bei Krebspatienten die Erythrozyten eine relativ starre und unbewegliche Zellmembran besitzen, d.h. es kommt dadurch zwangläufig zu einer latenten Verschlechterung der Versorgungs-Situation mit Sauerstoff in den Geweben.

Quelle von ungesättigten Fetten

Dr. Budwig analysierte alle natürlich vorkommenden Fette und Öle auf optimale Zusammensetzung und fand, daß im Leinöl (Öl des Leinsamens) die allerhöchste Rate an ungesättigten Fettsäuren vorhanden ist (über 25%). Auch Distelöl und Olivenöl enthalten größere Mengen an ungesättigten Fettsäuren, werden jedoch vom Leinöl mehrfach übertroffen.

Therapie zur Normalisierung der Fettzusammensetzung von Krebskranken

Sie untersuchte daraufhin, ob sich durch Zufuhr von Leinöl der Anteil ungesättigter Fettsäuren in den Geweben des Menschen erhöhen lies und fand, daß beim Gesunden die “Leinöl-Fettsäuren” innerhalb weniger Stunden im ganzen Körper verteilt werden und ihre positive, schützende Wirkung entfalten können. Bei Krebskranken jedoch benötigt der Organismus mehrere Monate um bei intensiver Zufuhr der so wichtigen ungesättigten Fettsäuren ein “normales” Lipid-Profil zu erhalten.

Daraus leitete sie schließlich ihre Öl-Eiweiß-Diät ab, deren positive und schützende Wirkung oft erlebt und deren positiven Einfluß auf die Fluidität der Erythrozyten im Dunkelfeld eindrucksvoll nachweisbar ist.

Da das Leinöl, sobald es mit Luft in Zusammenhang kommt, “altert” und dann zunehmend ungenieß­barer schmeckt, suchte Dr. Budwig einen Weg, um das Leinöl als mehr oder weniger wohlschmeckende Form in den täglichen Speiseplan einbauen zu können. Sie fand, daß durch Abrühren des Leinöls mit Topfen eine majonaisenartige Creme entsteht, die sehr wohlschmeckend ist, vielseitig würz- und einsetzbar.

Das “empfindliche” Leinöl

Ungesättigte Fettsäuren sind sehr “empfindlich”. Sie reagieren bereits mit dem Luftsauerstoff - vor allem unter Einwirkung von Licht - und dabei entstehen Fettsäure-Bruchstücke, die nicht besonders wohlschmeckend sind.

Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren im Leinöl ist so groß, daß praktisch das ganze Öl an der Luft verändert (oxidiert) wird. Daher wird Leinöl als “Firnis” auf Ölgemälde aufgetragen - denn es härtet an der Luft und bildet dann eine Schutzschicht für das Gemälde. Diese Reaktionsprodukte des Leinöls sind nicht gewünscht, daher sollte nur frisch raffiniertes Leinöl, welches in Metall-Dosen aufbewahrt wird, verwendet werden.

Wichtig zum geschroteten Leinsamen: er muß jeweils ganz frisch verwendet werden. Die abführende Wirkung des Leinsamen-Schrotes beruht auf Quellstoffen im Korn und bleibt auch im gealterten Schrot vorhanden, die wichtigen ungesättigten Fettsäuren werden jedoch beim längeren Stehenlassen des Schrotes oxidiert und damit zerstört (man schmeckt das bereits während des Essens). Leinsamen läßt sich ausgezeichnet in einer elektrischen Kaffee-Mühle (mit einem Schlagmesser) schroten. Bitte nicht in einer (Getreide-) Mühle schroten, die mit Mahlsteinen arbeitet, diese werden durch den fetten Leinsamen nur verklebt und die Mühle muß dann mühselig gereinigt werden, um sie wieder funktionsfähig zu bekommen.

Tägliche Menge an Leinöl

jeden Tag 3 EL Leinöl, bei fortgeschrittener Krebserkrankung völliger Ersatz von tierischen Fetten durch Leinöl. Anstatt Leinöl (oder auch dazu) kann auch eine Tasse (ca. 150-200g) Leinsamen frisch geschrotet eingenommen werden. Beim Leinöl gilt: es gibt kein zuviel. Je mehr ungesättigte Fettsäuren, desto besser.

 

Rezepte

Die zwei wichtigsten Grundrezepte, aus denen sich zahlreiche Variationen ergeben sind hier wiedergegeben:

 

Topfen-Leinöl-Mayonnaise

3 Eßlöffel Leinöl

3 Eßlöffel Milch

3 Eßlöffel Topfen (magerer Bio-Topfen)

1 Eßlöffel Zitronensaft

und/oder

2 Eßlöffel Apfelessig

1 Eßlöffel Senf

½ Teelöffel (Kräuter-) Salz

 

 

Topfen-Leinöl (zB Frühstücks-) Grundmischung

2 Eßlöffel Linomel (Reformhaus Kosch)

3 Eßlöffel Leinöl

2 Eßlöffel Milch

100g Topfen (magerer Bio-Topfen)

1 Teelöffel Honig

div. Geschmackskorrigentien (Früchte, Gewürze ...)

 

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